Sicher Surfen - geht das?
Spielen, suchen, kommunizieren – Kinder surfen gerne im Internet und lernen viel dabei. Allerdings können sie auch schnell mit Gewalt, Pornografie oder Belästigungen konfrontiert werden. Ideal wäre es, wenn die Technik ungeeignete Webseiten oder verstörende Kontakte zuverlässig blockieren würde. Leider ist das (noch) nicht möglich: Technische Schutzvorkehrungen können Ihre Medienerziehung ein wenig erleichtern, jedoch nicht ersetzen.
Kinder und Jugendliche in Internet-Communitys
Neue Freunde finden und alte wieder entdecken, sich selbst darstellen, immer wissen, was Freunde gerade beschäftigt – das geht heute alles im Internet: in Social Communitys. User legen sich ein Profil an, fügen ein Porträtfoto hinzu und vernetzen sich mit Freunden und Bekannten. Über Kommentare in Fotoalben, Gästebuch und Diskussionsgruppen tauschen sie sich aus, in kurzen Statusmeldungen teilen sie mit, wie es ihnen geht und was sie gerade machen. Die Freundesliste zeigt alle an, mit denen sie bereits „befreundet“, d.h. vernetzt, sind.
ICQ und Co. - So chatten junge User sicher
Rasch Hausaufgaben klären, die neuesten Gerüchte diskutieren, witzige Bilder verschicken: Dies ermöglichen Instant Messenger wie „ICQ“ oder der „Windows Live Messenger“ (ehemals „MSN“). Kinder und Jugendliche sind damit immer erreichbar und sehen sofort, welche ihrer Freunde gerade online sind.
Handy ohne Risiko
Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit Handys auf: Viele von ihnen können ein Fotoalbum auf einem Smartphone erstellen, noch bevor sie lesen und schreiben gelernt haben. Viele Eltern kaufen ihren Kindern bewusst auch relativ früh ein eigenes Handy, weil es den Familienalltag erleichtert, wenn Kinder zum Beispiel bei ausgefallenen Schulstunden schnell zu Hause anrufen können. Beim Telefonieren bleibt es allerdings meistens nicht, denn immer mehr Handys sind internetfähig. Kinder laden Spiele und Apps herunter, „simsen“ mit ihren Freundinnen und Freunden und surfen im Internet. Dabei vergessen sie oft, dass am Ende des Monats eine hohe Handyrechnung droht. Doch das ist noch das geringste Risiko.
Gewalt auf dem Handy
Verprügelt, gequält, erniedrigt. Gefilmt, verschickt, geguckt. Mit Gewaltvideos haben viele Jugendliche Erfahrung – als Täter, als Opfer oder als Zuschauer. Gehört haben nahezu alle Jugendlichen davon.1 Dass man sich beim Filmen solcher Szenen mehrfach strafbar macht, scheint den wenigsten bewusst zu sein.




